Tagungsprogramm
Mittwoch, den 1. Oktober 2003
Sitzung 5: Tragverhalten von textilbewehrtem Beton
Sitzungsleitung: Prof. Dr.-Ing. Dipl. Wirt.-Ing. Thomas Gries
- Mechanisms of Fabric Reinforcement of Cement Matrices: Effect of Fabric
Geometry and Yarn Properties
A. Peled (Ben Gurion University); A. Bentur (Israel Institute of Technology, Haifa)
Zusammenfassung: Dieser Beitrag ist in Englisch erschienen. Es steht nur eine englische Zusammenfassung zur Verfügung.
- Festigkeit von textilbewehrtem Beton mit Bewehrung aus AR-Glas Filamentgarnen
M. Curbach, F. Jesse (TU Dresden)
Zusammenfassung: Die Festigkeit des Werkstoffes Glas zeigt bekanntlich eine ausgeprägte Abhängigkeit von der Belastungsgeschwindigkeit und der Größe der beanspruchten Oberfläche. Dieser Zusammenhang tritt auch bei der Untersuchung von Filamenten aus AR-Glas Multifilamentgarnen allein auf. Mit Hilfe von Dehnkörperversuchen kann nun gezeigt werden, daß dieser Zusammenhang auch im Verbundwerkstoff aus Beton und Multifilamentgarnen aus AR-Glas wirksam ist. Die Untersuchungen wurden unter Annahme der Gültigkeit des Modells von Ohno & Hannant durchgeführt und zeigen einen näherungsweise linearen Zusammenhang zwischen der Festigkeit des Verbundwerkstoffes und dem Faservolumengehalt.
- Tragverhalten von Textilbeton unter zweiaxialer Beanspruchung
J. Hegger, St. Voss (RWTH Aachen)
Zusammenfassung: Zweiaxiale Beanspruchungen der textilen Bewehrung treten auf, wenn Rovings die durch die Belastung hervorgerufenen Risse nicht rechtwinklig kreuzen. Dies ist beispielsweise an den Kanten von Schubrissen der Fall, die schiefwinklig zur senkrecht eingebauten Bewehrung verlaufen. Weiterhin werden die Rovings dort durch Rissuferverschiebungen zusätzlich beansprucht. Die Auswirkungen einer zweiaxialen Beanspruchung der textilen Bewehrung wurde in Zugversuchen an Dehnkörpern untersucht, bei denen die Bewehrung geneigt zur Kraftrichtung eingelegt oder eine Rissuferverschiebung von Außen aufgebracht wurde. Des Weiteren wurden Querkraftversuche durchgeführt, bei denen die Schubfeldverformungen mit der Photogrammetrie bestimmt wurden, um auf die zweiaxiale Beanspruchung der Schubbewehrung zu schließen. Mit den Ergebnissen der Schubversuche in Kombination mit den Ergebnissen der Zugversuche wurde ein Bemessungsansatz für die Querkrafttragfähigkeit von textilbewehrten Betonbauteilen abgeleitet, der eine gute Übereinstimmung mit den Versuchsergebnissen liefert.
- Ferrocement, Laminated Cementitious Composites and Hybrids: Progress
and Prospects
A. E. Naaman (University of Michigan)
Zusammenfassung: Dieser Beitrag ist in Englisch erschienen. Es steht nur eine englische Zusammenfassung zur Verfügung.
- Textile Strukturen zur Querkraftverstärkung von Stahlbetonbauteilen
M. Curbach, A. Brückner (TU Dresden)
Zusammenfassung: Es werden die experimentellen Untersuchungen zur Querkraftverstärkung von Balken und Plattenbalken mit textilbewehrtem Feinbeton vorgestellt. Anhand der Versuchsergebnisse wird die Wirkung der Verstärkungsschicht nachgewiesen. Für die rechnerische Ermittlung der Biegeschubtragfähigkeit werden die Regelungen der FIP Recommendations 1996 in [1] an die textile Verstärkung angepaßt.
- Besonderheiten des Verbundverhaltens von Verstärkungsschichten aus
textilbewehrtem Beton
M. Curbach, R. Ortlepp (TU Dresden)
Zusammenfassung: Anhand von Versuchsergebnissen wird das Verbundverhalten von textilbewehrten Feinbetonverstärkungsschichten für Stahlbetonbauteile im Verankerungsbereich dargestellt und ein Modellierungsansatz angegeben. Verschiedene mögliche Versagensarten des Verbundsystems werden aufgezeigt. Im Einzelnen wird vertieft auf die Versagensart Delamination eingegangen. Dabei wird für zwei verschiedene textile Bewehrungen der Einfluss der Oberflächenhaftzugfestigkeiten auf die erforderlichen Verbundlängen dargestellt. Einige besondere Eigenschaften der textilbewehrten Feinbetonverstärkungsschicht im Vergleich zu Verstärkungsschichten aus Stahl- bzw. CFK-Lamellen, z. B. Rissbildung in der Verstärkungsschicht, werden detailliert erläutert. Daraus lassen sich Eigenschaften des Verbundes zwischen Altbetongrundkörper und Verstärkungsschicht ableiten. Es wird auf daraus bedingte erforderliche Erweiterungen vorhandener Modelle hingewiesen und in möglicher Auswerteansatz vorgestellt.


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